[NW] Darum sind Bielefelds sieben Freibäder ein Schatz und kein Problem
Meinung
Darum sind Bielefelds sieben Freibäder ein Schatz und kein Problem
Mit seiner Bäderlandschaft spielt Bielefeld mal in der Champions League und ist nicht Mittelmaß. Das ist großartig – und hilft den Menschen in heißen Sommern, findet unser Autor.

Von Kurt Ehmke
Bielefeld. Der Sommer 2026? Einer, der Freibadbetreiber jubeln lässt: heiß, trocken, volle Bäder. Und doch bleibt einem der Jubel darüber kurz im Halse hängen.
Jubeln über den Klimawandel? Das fühlt sich falsch an.
Aber es ist so ja auch ein schief hängendes Bild, denn Hunderttausende Besucher in Bielefelds Freibädern sind ja eine Folge des Klimawandels, eine Art Flucht vor ihm. Ja, Freibäder sind Zufluchtsorte vor der Hitze.
Gerüchte über gefährdete Freibäder lassen am Ende des Hitzesommers Ängste aufkommen
Noch einmal mehr bleibt einem der Jubel im Halse stecken, wenn dann auch noch mitten im Hitzesommer Gerüchte aufkommen, dass ein oder zwei Freibäder geschlossen werden könnten.
Natürlich sagt der Betreiber der Bäder sofort klipp und klar: „Nein, wir wollen keine Bäder schließen.“ Das ist auch mehr als verständlich, hat doch die Bielefelder Bädergesellschaft BBF über die Jahre ihr Verhältnis zu den fünf Fördervereinen aufpoliert, hat ein Gefühl von „Gemeinsam sind wir stark“ erzeugt, und möchte per Definition ja Bäder betreiben; und nicht Bäder schließen. Sonst hieße sie ja auch Bäderschließungsgesellschaft.
Und doch ist ebenso klar, dass die schönen Worte nur so lange so schön klingen, wie die Stadt die BBF mit künftig 11,1 Millionen Euro im Jahr unterstützt, denn Bäder, vor allem Freibäder, sind ein Zuschussgeschäft. Auch in extrem heißen und extrem trockenen Sommern.
